| Wir die Feuerwehr |
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Zurück zum Einsatz: Für den Feuerwehrmann Björn könnte dieser Brand wie folgt ablaufen. Es ist nachts um drei. Björn liegt im Tiefschlaf. Sein Herz pocht in der Ruhefrequenz. Eine Minute später ist alles anders. Sein Puls rast mit 140 bis 150 Schlägen. Alarm. Er zieht sich an und fährt auf schnellstem Weg zum Feuerwehrgerätehaus. Er zieht sich im Laufen die Schutzausrüstung an und rennt zum Löschfahrzeug. Während er im schweren Feuerwehrfahrzeug durchs nächtliche Weiltal fährt, wirft er sich die Atemschutzausrüstung über. Noch ist nicht sicher was die ersten Einsatzkräfte vorfinden. Zu Lärm und körperlicher Belastung kommt die seelische Anspannung. Je schneller Björn mit seinen Kameraden am Einsatzort ankommt, umso schneller und wirkungsvoller kann der Brand bekämpft werden. Bereits nach weniger als 10 Minuten, sind die Feuerwehrleute bei dem brennenden Auto und schon ein paar Minuten später ist das Feuer gelöscht. Wieder Stopp! Man muss können, was anderen nach kürzester Zeit an Herz und Nieren ginge: Aus dem Stand topfit für gefährliche Situationen sein. Egal zu welcher Zeit.Die größten Gefahren ergeben sich oft aus der Unübersichtlichkeit einer Einsatzstelle. Nicht immer ist im dichten Rauch klar, wo noch was hochgehen kann. Acetylengasflaschen, Lösungs- oder Verdünnungsmittel können die Ursachen sein.
Wasser taugt nicht immer: Die Löschmethoden und –mittel haben sich gewandelt. Brände werden immer gefährlicher. Das liegt an der zunehmenden Verwendung von Kunststoffen, an der Lagerung gefährlicher Stoffe, der reichhaltigen Ausstattung von Wohnungen mit brennbaren Stoffen und an großzügiger, offener Bauweise. Löschmittel und Löschmethoden haben sich ebenfalls verändert. So ist Wasser heutzutage oft nicht mehr das Löschmittel der Wahl. Es bedarf anderer Mittel, um einen Brand zu bekämpfen – gerade bei gefährlichen Stoffen und Gütern ist dies notwendig geworden. Die Anwendung des früheren „Allroundlöschmittels“ könnte hier womöglich verheerende Folgen haben. Das gilt schon beim Brand einer Friteuse. Auch die Löschmethoden haben sich in den letzten Jahren geändert. Moderne Strahlrohre verteilen das Wasser wirksamer und verringern die Brandfolgeschäden. Hochleistungslüfter treiben giftigen Brandrauch und Hitze aus den betroffenen Gebäuden. Die Einsatzkräfte können schneller Menschen retten und den Brand bekämpfen. Auch hier werden die Brand- und Brandfolgeschäden durch geringeren Löschmitteleinsatz vermindert.
Wichtig wie die Luft zum Leben:
Bei Brandeinsätzen gehört zum Schutz der Angrifftrupps auch zwingend das Atemschutzgerät. Besonders der Brandrauch bedroht mit vielen Giften die Gesundheit der Feuerwehrleute. Wo bei Bränden oder technischer Hilfe Sauerstoffmangel zu erwarten ist, muss ein Atemschutzgerät her. Auch Einsätze gegen chemische oder radioaktive Stoffe sind nur unter Atemschutz möglich.
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Menschen kann auf Dauer nur retten, wer sich selbst gegen die Gefahren der Einsatzstelle wirkungsvoll schützt.