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Aktivitäten der FF Laubuseschbach

 

Die organisierte Einsatzabteilung wurde 1934 gegründet. Doch auch davor wurde für die Brandabwehr gesorgt (durch die technische Entwicklung waren andere Einsatzfälle bis ca. 1950 unbekannt). Die Gemeinde Laubuseschbach beschaffte eine Feuerlöschmaschine und vermutlich musste dann jeder Haushalt seinen Beitrag dazu leisten. Eine überlieferte Geschichte existiert leider nicht aber es könnte sich wie folgt abgespielt haben.

Nach dem entdecken eines Brandes wurde durch den Nachtwächter (Gemeindediener) die Bevölkerung alarmiert. Er begab sich dann zur Garage der Feuerlöschmaschine(ca.400kg) und die Nachbarn mussten dieses Gerät zum Brandort bringen. Dort versammelte sich die männliche Bevölkerung mit den zur Verfügung stehenden Eimern. Aus dem nächsten Brunnen wurde das Wasser mit einer Eimerkette in die Löschmaschine befördert. Ein anderer Teil der Anwesenden übernahm die Pumparbeit – sie mussten groß und kräftig sein um einen gleichmäßigen Druck aufzubauen. Dann gab es noch eine Mannschaft die die Löscharbeiten durchführte. Mit vereinten Kräften konnte so manches Feuer bekämpft werden.

Ab 1934 wurden feste Strukturen eingeführt. In den Dörfern wurden dann Sirenen aufgestellt welche zur Alarmierung dienten. In den Kriegsjahren kam das Feuerlöschwesen zum Erliegen. Es musste von den daheimgebliebenen in bestem Wissen übernommen werden. Nach dem Krieg wurden die alten Strukturen wieder aufgebaut. Mit steigendem Autoverkehr und Wohlstrand wurden die Einsätze mehr und es kamen neue Dinge hinzu (Autounfälle, andere Baumaterialien und Elektrifizierung).
Als Anfang der ´60er Jahre die Telefone in den Ortschaften Einzug hielten wurde vom Kreis Oberlahn überlegt ob nicht der Kommandant ein Telefon erhalten soll. Es sollte die Kontaktaufnahme mit den übergeordneten Dienste vereinfachen, da bis dahin alles mit Briefen abgewickelt wurde. In den ´80er Jahren wurde dann das Funknetz in Betrieb genommen. Es konnte nun jede Feuerwehr mit der Leitstelle in Kontakt treten. Die Alarmierung erfolgte von nun an mit der Sirene welche von der Leitstelle ausgelöst wurde.

 

Große Ereignisse bei der FF-Laubuseschbach:

Silvester 1962: Scheunenbrand bei Lindeborn im Blessenbacher Weg bei –13°C
1972: Brand Weilburger Schloß
1974/75: Brände in der Mittelgasse/Auweg (Immer wieder Mittwochs brennt´s....)
1978: Blitzeinschlag im Aussiedlerhof bei Schuchmann (Neufelder Hof)
1988: Wohnhausbrand in der Friedrichstraße (Kopp)

 

Heutzutage ist das Einsatzspektrum sehr groß geworden. Es geht von Brand, Hilfeleistung, Unwettereinsätze und Brandmeldezentralen bis zu den überörtlichen Aufgaben in die die Feuerwehr Laubuseschbach eingebunden ist. Dies währen die Einsatzsicherheit in der Gemeinde Weilmünster bei Tag, die Bereitstellung bei einem ICE Unglück im Limburger Tunnel und die Mitarbeit im GABC Zug (Gefahrstoffzug) des Kreises Limburg-Weilburg.

Für alle diese Aufgaben werden regelmäßige Übungen abgehalten um eine schlagkräftige Mannschaft zu bekommen.

Im Vereinsleben der Freiwilligen Feuerwehr gibt es noch andere Aktivitäten wie nur Übungen und die ständige Bereitschaft eines Einsatzes. Hier sollen einige Auszüge der gemeinsam unternommenen Tätigkeiten dargestellt werden um das Bild des Vereines abzurunden.

Ein Highlight des Jahres waren die Moto Cross Veranstaltungen des MSC-Laubuseschbach. An diesen Tagen übernahm die Feuerwehr den Brandschutz und die Streckenbewässerung. Tagsüber wurde am Steckenrand ein Lager aufgeschlagen in dem für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Der Abend klang am Lagerfeuer oder bei einer Veranstaltung des MSC aus. Mit den anderen Hilfsorganisationen (z.B. Rotes Kreuz) hatten wir zusammen viel Spaß. Durch sinkende Zuschauerzahlen und höhere zu erfüllende Auflagen finden solche Veranstaltungen immer seltener statt.

An der 1100 Jahrfeier von Laubuseschbach , die 1997 stattfand , beteiligte sich die Feuerwehr mit einer Ausstellung historischer Ausrüstungsgegenstände und einem Beitrag im Festzug. Für die Vorbereitung und Durchführung trafen sich einige passive und aktive Mitglieder in der Zeit vor den Veranstaltungen.

Neben den Tätigkeiten die in Laubuseschbach stattfinden unternimmt die Feuerwehr Ausflüge. Entweder nur mit den Aktiven oder für alle Mitglieder. Es wurden Fahrten, mit Übernachtung, in verschiedene Gegenden Deutschlands durchgeführt (z. B.: Saarland, Füssen, Nordsee, fränkische Schweiz, Hamburg, Köln, Berlin...).

Des weiteren stehen auch Tagesfahrten auf dem Programm (z. B.: Weihnachtmarkt , Flughafen , Freizeitparks, Städtetouren, Museen).

 

Mitte bzw. Ende der 1970er Jahre sind etliche junge Männer in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Laubuseschbach eingetreten und haben das angestammte Personal verstärkt.Um diese jungen Kameraden zu motivieren und bei der „Stange“ zu halten, wurden Überlegungen angestellt, was man tun könnte. Nach einigem Überlegen, kam die Führung unter der Leitung des Wehrführers Hermann Kissel, auf die Idee man könnte doch auch einmal an den Leistungswettkämpfen der Feuerwehren im Kreis teilnehmen.

Auch wurden die jungen Kameraden, die Feuerwehrlehrgänge auf Kreisebene besuchten, durch die Ausbilder auf die Möglichkeiten der Teilnahme an den Leistungswettkämpfen angesprochen.

So wurde durch die Einsatzabteilung die Teilnahme an den Leistungswettkämpfen beschlossen.

Diese fanden erst in Aumenau und im folgenden Jahr in Weilburg statt.

Es fanden sich auch die notwendigen jungen Kameraden (mit Unterstützung einiger älterer Kameraden), die bereit waren an den Vorbereitungen und an den Wettkämpfen teilzunehmen.

Um an den Übungen teilzunehmen war es notwendig, eine gewisse Schnelligkeit und Sicherheit im Umgang mit dem Material zu erreichen. Dies wurde nun in zahlreichen Sonderausbildungen geübt. Die Leistungsübungen zu der damaligen Zeit, sind nicht mit den heutigen Leistungsübungen identisch, sondern damals gab es keine theoretische Prüfung.

Die Übung bestand aus einer praktischen Übung, bei der der Angriffstrupp mit der Kübelspritze vorging und zwei kleine Fallklappen umspritzen musste, während der Rest der Gruppe die Wasserversorgung aufbaute und anschließend weitere Fallklappen mit C-Rohren umgespritzt werden mussten. Bewertet wurde die Schnelligkeit und der Ablauf der Übung.

Aus diesen Anfängen entwickelte sich mit den Jahren eine sehenswerte Statistik (siehe Grafik). Die langjährige Teilnahme und die Sonderübungen gipfelten im Jahre 2005 mit dem zweiten Platz und der Teilnahme am Bezirksentscheid in Antrifttal-Ruhlkirchen.

 

 
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