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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Laubuseschbach
Sie besteht heute aus 150 Mitgliedern, davon 25 Aktive und 8 Jugendliche. In all den Jahren beteiligt sich die Feuerwehr am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Laubuseschbach in unterschiedlchster Weise. Zur Gründungszet hatte noch jeder Ort seinen eigenen Ortsbrandmeister. In Laubuseschbach waren Wilhelm Usinger, Otto Dinnes, Rudolf Stamm, Wilhelm Michel und Hermann Kissen in diesem Amt tätig. Seit der Gemeindereform gibt es einen Ortsbrandmeister für die Großgemeinde, der heute GBI, Gemeindebrandinspektor, heißt. In den Ortsteilen wurden seitdem Wehrführer eingesetzt, die dem GBI unterstellt sind. Hermann Kissel wurde der erste Wehrführer in Laubuseschbach und wurde in seinem Amt von Manfred Lommen abgelöst. Dieser gab das Amt an Sven Otto weiter.
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| JF-Ausflug 1999: Entladen der Boote in Lollar |
Der Feuerwehrverein wurde 1988 gegründet. Als Vorsitzender wählte man Manfred Lommel welcher dieses Amt heute noch begleitet. Die Vereinsgründung wurde notwendig um den veränderten Umgebungsbedingungen gerecht zu werden. Es waren auch vorher schon passive Mitglieder zu verzeichnen, doch war dies in einem lockeren Verbund. Nun hatte man sich einer Satzung unterworfen und wurde vom Amtsgericht eingetragen. Der Verein unterstützt die Einsatzabteilung und die Jugendfeuerwehr.
![]() | Das erste Feuerlöschgerät in Laubuseschbach stammt aus dem Jahr 1902. |
| Handpumpe von 1902: Restaurierung 1996/97 |
Die Handpumpe wurde von der damaligen Gemeinde Laubuseschbach angeschafft, um die Brandbekämpfung besser zu gewährleisten. Zum besseren Verständnis sei gesagt, dass zu dieser Zeit noch keine organisierte Feuerwehr bestand. Bei Bränden waren alle Bewohner aufgefordert mit anzupacken. Schon der Weg zum Brandherd war sehr beschwerlich, da Laubuseschbach an einem Hang mit bis zu 13% Steigung liegt. Es mussten viele Leute oder zwei Kühe/Pferde die ca. 400 Kg schwere Handpumpe zur Einsatzstelle bewegen. Dort angelangt wurde sie mit Wasser aus einem Brunnen gefüllt und konnte danach von 4 bis 6 Personen, die sich immer wieder abwechseln mussten, in Gang gesetzt werden. Für einen Löscheinsatz mit dieser Handpumpe wurden also mindestens 12 Personen benötigt.
Mit dem Bau der Wasserleitung (1920/1921) konnte die Wasserversorgung wesentlich verbessert werden. Man war nicht mehr auf die wenigen Brunnen im Ortsbereich angewiesen, sondern konnte aus einem Hydrant aus geringer Entfernung das Wasser beziehen. Zu diesem Zweck wurde 1920 ein zusätzlicher Handwagen angeschafft, welcher mit Schläuchen, Standrohr und anderen nützlichen Dingen beladen war. Es ist anzunehmen, dass diese beiden Fahrzeuge bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Verwendung fanden. Fast alle Feuerwehrgerätschaften die in diesem Beitrag erwähnt werden, befinden sich noch im Besitz der Feuerwehr Laubuseschbach.
Als erstes Gerät der organisierten FF Laubuseschbach wurde 1938 die erste Tragkraftspritze mit Transportanhänger (Flader, TS 4) angeschafft, die damals schon eine Förderleistung von 400 Litern bei 8 Bar Ausgangsdruck hatte. Damals musste diese Pumpe noch mit privaten Fahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht werden, da noch kein Feuerwehrfahrzeug zur Verfügung strand. Auch die 1959 zum 25 Jährigen Jubiläum angeschaffte Pumpe mit der doppelten Förderleistung (Bachert, TS 8/8) hatte noch kein eigens dafür vorgesehenes Fahrzeug.
1963 war es dann endlich soweit und die Laubuseschbacher Wehr erhielt ihr erstes Fahrzeug: ein Tragkraftspritzenfahrzeug (Ford Transit, TSF). Jenes blieb 17 Jahre lang im Dienst, bis es 1980 durch ein Fahrzeug der dritten Generation ersetzt wurde. 1991 wurde unser guter Ford Transit schon nach elf Jahren Dienstzeit durch ein moderneres Tragkraftspritzenfahrzeug mit 500 Liter Wassertank (VW-LT, TSF-W) ersetzt, welches noch heute seinen Dienst verrichtet. Neu war damals die zur Grundausstattung gehörende Schnellangriffseinrichtung und vier Pressluftatmer (PA). Im Jahr 2008 konnte die Gemeinde Weilmünster von der Landesfeuerwehrschule in Kassel ein neun Jahre altes Schulungsfahrzeug erwerben. Dieses Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6-TH) wurde von den Mitgliedern des Vereins auf die örtlichen Belange umgebaut und verrichtet seither den Feuerwehrdienst in Laubuseschbach. Das alte TSF-W wurde nach Dietenhausen abgegeben.
1998 beschaffte der Feuerwehrverein mit eigenen Mitteln einen Stromerzeuger mit dazugehörigem Beleuchtungsgerät, um auch für Nachteinsätze bestens eingerichtet zu sein. In 2004 wurde vom Verein ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) in Form eines gebrauchten VW T4 gekauft und durch Mitglieder für den Feuerwehrdienst hergerichtet. Für die Zukunft bleibt nur zu hoffen, dass bald geignete finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um ein neues Gerätehaus im Gewerbegebiet zu errichten.










